Auch in diesem Jahr traten insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler unserer Oberstufe die lange Reise zum sechsten International Intelligence Ironman Creativity Contest (IICC) nach Taiwan an, um Deutschland als „G’s-Force“ Team in diesem Wettbewerb zu vertreten.
Während sich wohl der Großteil der Goetheschüler am Strand amüsierte, sich ausgiebig vom Schulstress erholte und das schöne Sommerwetter genoss, stellten wir uns den spannenden Herausforderungen dieses ausgesprochen facettenreichen Wettbewerbs.
Das Thema des diesjährigen IICC lautete „Learning from the Past“. Auf diesem Motto basierend waren alle teilnehmenden Teams dazu aufgefordert, ein zukünftiges Weltkonzept für eine Ausstellung in hundert Jahren zu entwickeln. Abschließend galt es, der internationalen Jury in einer 4-minütigen multimedialen Präsentation unsere Vision für das Jahr 2110 vorzustellen. Nun lag es an uns in lediglich 72 Stunden und in kompletter Isolation, ein neuartiges Konzept zu entwickeln, eine PowerPoint-Präsentation zu erstellen sowie ein großes Modell zu bauen, das nicht nur die Veränderung der letzten 100 Jahre, sondern auch die neusten Technologien des Jahres 2110 ausreichend darstellte. Zusätzlich sollte das Modell sich bewegen, eine Art Tanz vollführend, sowie Interaktionen mit Menschen erlauben.
Klar waren bei diesem Aufgabenpensum besonders Teamfähigkeit, Ausdauer und eine gewisse Stresstoleranz sowie Kreativität gefragt. Erschwerend kam hinzu, dass wir mithilfe von Wissens-, Logik- und sportlichen Spielen virtuelles Geld verdienen mussten, um uns alle benötigten Materialien zu kaufen.
So verbrachten wir 72 intensive Stunden zusammen in einem Raum, entwickelten Ideen, diskutierten lautstark, verwarfen Konzepte, bastelten, suchten nach kreativen Lösungen, verzweifelten, lachten, verdienten virtuelles Geld, wurden von Mücken zerstochen, aßen und wurden dabei rund um die Uhr von sogenannten „Guardian Angels“ betreut – nur eins kam dabei etwas zu kurz: der Schlaf.
Und doch – oder vielleicht gerade deswegen – waren es die besten Tage unseres Sommers, da es ein wirklich großartiges Erlebnis war, bei dem wir viel gelacht haben und wir als Team zusammengewachsen sind. Gemeinsame haben wir bis zu Letzt gezittert und gehofft, dass unsere Konstruktionen funktionieren, alle Kabel richtig verbunden sind, dass die Musik zur richtigen Zeit einsetzt und unser Konzept verständlich ist. Am Ende wurden unsere Bemühungen mit der Silbermedaille belohnt,wobei wir nur um wenige Punkte den 1.Platz verfehlten, wie uns Insider später mitteilten. Schon zu Beginn des Wettbewerbs hatten wir mit unserer Vorstellungsperformance zu „It’s raining Men“ (was eine willkommene Alternative zum taiwanesischen Regenwetter bot) den Jubilating Award geholt.
Seit 6 Jahren nimmt das Goethe-Gymnasium nun schon erfolgreich am IICC teil und tritt jährlich gegen Teams aus aller Welt an, einschließlich Taiwan, Japan, Kanada, Singapur, Frankreich, Korea, Malaysia, Schweden etc. Dabei unterstützte der Verein der Freunde und Förderer des Goethe-Gymnasiums wie auch in den vergangenen Jahren die Teilnehmer finanziell.
Glücklich darüber, dass wir die Schultradition erfolgreich weiterführen konnten, unternahmen wir im Anschluss gemeinsam mit Herrn Obermann und Herrn Dr. Theis eine dreitägige Rundreise durch Taiwan, um das Land und die Leute näher kennen zu lernen. Unsere überaus freundliche Reiseleiterin hatte uns dafür ein vielseitiges Programm zusammengestellt, sodass wir vom Taipeh 101 über das National Museum bis hin zu den bekannten Nightmarkets Taiwan live erleben durften. Zuletzt rundete ein typischer Karaokeabend zusammen mit einigen taiwanesischen Studenten, die wir während des Wettbewerbs kennengelernt hatten, unseren einmaligen und erlebnisreichen Taiwanaufenthalt ab.

Das G’s Force Team (von rechts nach links) Stella Klose, Nina Song, Delia Yang, Janne Soetbeer, Safoora Cheema bei der Siegerehrung.