Heute war der erste Tag für die Fünftklässler. Mit einer Feier in der Mathäuskirche begann für sie das neue Schuljahr in der neuen Schule. In diesem Jahr nahmen besondere Gäste an der Feier teil. Allen voran der geschäftsführende hessische Ministerpräsident, Roland Koch, begleitet vom Präsidenten des hessischen Bauernverbandes, Herrn Schneider. Auch der für uns zuständige Vertreter des Schulamtes, Herr LSAD Sauerhoff, war anwesend.
5.8.2008 RE
“Everybody needs somebody to lean on”. Mit diesem Stück begrüßte der Chor des Jahrgangs 6 die neuen Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums. „Die Welt ist zu Hause im GG“ Diese Devise brachten 28 Schüler zum Ausdruck, die das Grußwort jeweils in ihrer Muttersprache darbrachten.

Auch der Schulleiter, Herr Wirth, unterstrich die vielfältige kulturelle Herkunft unserer Schüler. Auf der anderen Seite sei „das GG aber auch zu Hause in der Welt“: Der Schüleraustausch und andere Formen der Vernetzung werden mit Ingatestone (England), Paris, Lyon, Moskau, Tokio, Mobile (Alabama), Taipeh (Taiwan) und neuerdings mit Neu-Dehli gepflegt. Englisch, Französisch, Latein, Russisch und Japanisch könnten die Schülerinnen und Schüler in den nächsten 8 Jahren erlernen. Als einzige öffentliche Schule in Hessen sei es möglich, das International Baccalaureate hier abzulegen.
Um als Gruppe zusammenzuwachsen, verbringen die Klassen des GG regelmäßig eine Woche im Schullandheim in Oberreifenberg.
Herr Wirth betonte die Chance, dank der vom Hessischen Kultusministerium initiierten Unterstützung nun eine intensive Nachmittagsbetreuung anzubieten. Er äußerte die Hoffnung, dass viele Eltern aktive Mitglieder der Schulgemeinde werden mögen und dass im nächsten Jahr viele von den neuen Schülern durch Singen und Musizieren den nächsten Jahrgang begrüßen werden.

Ministerpräsident Koch erklärte, dass Mitglieder der Landesregierung regelmäßig an den Einschulungsveranstaltungen teilnähmen, um selbst ein Stück Schule erleben zu können und auch um auszudrücken, dass Schule ernst genommen werde.
Nach vier Jahren Arbeit und Lernen in der Grundschule sei eine wichtige „Treppenstufe auf einem Weg im Leben“ erreicht. Nun komme es darauf an, Menschen zu suchen und zu finden, denen man es nachtun möchte und die zeigen, dass, wie im Sport, mit Spaß und Anstrengung die Ziele zu erreichen sind. Alle, die an der Schulorganisation beteiligt sind, wollten, dass die Schule funktioniert, dass jedes Kind eine Entwicklung durchlaufe, die seiner Begabung gerecht werde. Insbesondere die Unterstützung durch die Eltern sei notwendig, um die Orientierungsangebote der Schule nutzen zu können. Das Bild der Schule sei in Deutschland unnötigerweise gespalten. Ein Besuch in anderen Ländern zeige, dass dort vieles erst angestrebt werde, was hier als selbstverständlich gelte. Es gäbe Grund, stolz auf die Leistungen zu sein.
Die Landesregierung habe dieses Jahr 1000 Lehrer eingestellt, ihnen würden 700 zum kommenden Februar folgen.
Herr Koch wünschte, dass die Schüler von den Möglichkeiten des eigenen Schullandheims und der neuen Gestaltung der Schule profitieren mögen. Die Tradition des ältesten Frankfurter Gymnasiums solle so weiterleben.
Die Rahmenbedingungen seien gesetzt – der Startblock erreicht – rennen müssten die Kinder nun selbst.

Als Gastgeschenk verteilte er an die darstellenden Sechstklässler einige Lederbälle. Es folgte der Unterstufenchor mit einem Medley aus „We will rock you“ und „We are the Champions“.
Auch die folgenden Darbietungen sollten zeigen, was die Schüler nach einem Jahr im Goethe präsentieren können: ein kleiner Sketch in Englisch „He can’t do that“ mit Szenen aus dem Schulleben, die stumme szenische Umsetzung von Rechenaufgaben („Rechenteufel“), die mit dem Grußwort „Herzlich Willkommen“ endete, das Klassenorchester der 6a und die Pyramiden der Akrobatikgruppe aus der 6b rundeten die Feier ab.

Frau Neukel als Vorsitzende des Elternbeirats begrüßte die neuen Eltern und lud sie zur engagierten Mitarbeit ein. Besonders wichtig sei es, dass alle am gleichen Strang zögen, und dafür seien die Erziehungsvereinbarungen besonders geeignet. Mit einem Zitat des Philosophen und Dichters Khalil Gibrahn nahm auch sie das Thema der Orientierung wieder auf: „ Die Musik ist die gemeinsame Sprache aller Nationen der Erde.“

Herr Schneider vom Hessischen Bauernverband lud alle Schüler ein, die hessischen Bauernhöfe zu besuchen. Nicht nur der tägliche Ablauf, wie das Füttern der Tiere, sei zu beobachten, auch das ressourcenschonende Planen und Produzieren mithilfe von GPS und anderen modernen technischen Mitteln zu studieren.
Als Aufforderung, sich mit dem Thema "Gesunde Ernährung mit Lebensmitteln aus der Region" zu beschäftigen, bekam jede Schülerin und jeder Schüler eine „Schultüte“ mit „leistungsfördernden Lebensmitteln“.

Das Vororchester spielte nun zwei Bearbeitungen /Allegro aus der Serenade Nr. 3 von Mozart und „El Gorrion“ von D. E. Stone.

Nun waren endlich die Fünftklässler dran:
Sie kamen nach vorne zu ihren neuen Klassenlehrern und Mentoren und gingen mit ihnen zusammen hinüber ins Schulgebäude.

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in der Frankfurter Rundschau
vom Hessischen Rundfunk
von der Hessischen Staatskanzlei