Am 11. Mai war die japanische Koto-Gruppe „Soh-Yuh-Kai“ im Frankfurter Goethe- Gymnasium zu Besuch, um ein Konzert für die Schülerinnen und Schüler zu geben. An diesem Montagvormittag An diesem Montagvormittag fanden sich neben den Schülern der 10. Klassen auch viele ein, die Japanischunterricht haben, so daß der Raum im Erdgeschoß der Matthäuskirche mit etwa 80-100 Zuschauern

Die 18 Amateurmusikerinnen aus Japan sind zwischen 45 und 60 Jahre alt und traten im traditionellen Kimonogewand auf, jedes mit einem anderen Muster. Ihr Instrument, das Koto, hatten sie jeweils vor sich auf einem Tisch stehen. Beim Koto handelt es sich um die japanische Wölbbrettzither, ein normalerweise recht großes und schweres Saiteninstrument, das gezupft wird, jedoch musizierte dieses Ensemble auf der Bunka-Koto, einer stark verkleinerten Version, die nur etwa 3 Kilo wiegt und ca. 85 cm lang ist. Das traditionelle Koto ist mehr als doppelt so lang.
Zunächst spielte die Gruppe Soh-Yuh-Kai (der Name bedeutet übersetzt passenderweise "Koto-Spiel-Gruppe") einige bekannte japanische Volkslieder, unter anderem „Sakura“, ein Lied über die Kirschblüte im Frühling, die in Japan mit feuchtfröhlichen Picknicks unter den Zweigen zelebriert wird. Beim Frosch-Lied, das einst aus Deutschland nach Japan kam und dort ins Japanische übersetzt wurde, versuchten die Musikerinnen, das Publikum zum Mitsingen auf Japanisch zu animieren, was auch ganz gut funktionierte. Nach einem kleinen Quiz über Japan wurden die Kotos in die westliche Tonart umgestimmt, und es folgten einige bekannte deutsche Stücke (u. a. von Beethoven). Deutsche Volkslieder und die klassische Musik erfreuen sich in Japan großer Beliebtheit. Zum Schluß erklangen die deutsche und die japanische Nationalhymne.

Das Publikum hatte immer recht lebhaft applaudiert, und im Anschluß an das Konzert entwickelte sich mit Hilfe eines Mikrofons eine Frage-Antwort-Runde, in der von Schülerinnen mit Japanischunterricht auch Fragen auf Japanisch gestellt wurden. Herr Dr. Kreutzer, der das Konzert organisiert hatte, und der begleitende Dolmetscher der Gruppe sorgten für das gegenseitige Verstndnis.
Zum Schluß durften dann die Jugendlichen noch auf die Bühne kommen und selbst auf den Instrumenten spielen, was von vielen auch wahrgenommen wurde.