Japanaustausch - der Gegenbesuch zur Tamagawa-gakuen in Tokyo

Angefüllt mit neuen Erfahrungen und begeistert von Land und Leuten sind am 31. Oktober zehn Schülerinnen und Schüler von ihrer Reise ins Land der aufgehenden Sonne zurückgekehrt. Einen ganzen Monat lang waren sie gemeinsam mit Herrn Dr. Kreutzer in Japan, wo sie zunächst drei Wochen lang die Partnerschule des Goethe-Gymnasium, Tamagawa-gakuen in der Nähe von Tokyo, besuchten und dann noch eine Woche lang mit dem Zug unter anderem nach Kyoto, Nara und Hiroshima reisten.
Die Teilnehmer der Fahrt lernen alle seit ein oder zwei Jahren Japanisch am Goethe-Gymnasium und nutzten ihren Japanaufenthalt daher gleich für eine Vertiefung der Sprachkenntnisse – in den Gastfamilien konnten sie außerdem hautnah das „echte“ Leben in Japan kennenlernen. Besonders beeindruckend war das umfangreiche Programm, das die Tamagawa-gakuen wieder für die Gäste organisiert hatte: Manchmal besuchten die Schüler auch den Unterricht der Partner, aber meistens gab es besondere Veranstaltungen nur für uns, für die Lehrpersonal extra abgestellt bzw. angeworben wurde.

Dies waren neben einem Japanischsprachkurs u. a. eine Einführung in die Teezeremonie, den Abakus (Rechenschieber), Kendo, ein Kochkurs für japanische Gerichte, japanische Kalligraphie mit dem Pinsel, Origami (Papierfalten), traditionelle japanische Musik mit Gesang und mehrere Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in Tokyo. An einem Abend fand auch eine „Exkursion“ in eine Karaoke-Bar statt (alles natürlich im Dienste der Landeskunde).

Ein Höhepunkt des Aufenthalts war wie in jedem Jahr das spektakuläre Sportfest an der Tamagawa-gakuen, bei dem alle Schüler vom Kindergarten bis zur Universität teilnehmen Nach dem Wirbel der ersten drei Wochen ging es dann auf der Reise nach Kyoto etwas beschaulicher zu. Die Gruppe war in einer modernen Jugendherberge untergebracht, von wo aus wir diverse Tempel, Schreine und Zen-Gärten besuchten. Bewegend und verstörend war für alle der Besuch in Hiroshima mit seinem Museum zum Atombombenabwurf, das auf drastische Weise die Wirkung von Kernwaffen vor Augen führt. Wir haben dort auch die Tochter eines der Bombenopfer getroffen, die als freiwillige Fremdenführerin die Originalschauplätze erläuterte. Am Nachmittag dieses Tages konnten wir die dunklen Gedanken zum Glück durch einen Besuch auf der malerischen Insel Miyajima verscheuchen Als der Tag der Rückreise kam, wollte sich niemand so recht von Japan und seinen liebenswürdigen Menschen trennen.