Einige Russisch-Lerner der Stufen E1 und 9 sind mit unserer Russisch-Lehrerin Fr. Karey zur diesjährigen Russisch-Olympiade in die Martin-Luther-Schule nach Marburg gefahren, repräsentativ für das Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main. Diese Schüler waren Thomas Kauxdorf, Jeonghoon So, Ela Su Eroglu, Brigitte Gill (9. Jahrgangsstufe), Daniel Zak, Ann-Christin Vietor und meine Wenigkeit, Marko Lukovic (E1).Dieses Jahr fand die 17. Hessische Russisch-Olympiade in Marburg statt, und wir waren als Teilnehmer dabei. Schon im Zug ging es mit dem Lernen los. Schnell war alles Wichtige/Unklare nochmal als Notiz aufgeschrieben. Etwas später in Marburg, dem Austragungsort, und nach einem kleinen Fußmarsch in der Schule um ca. 10 Uhr angekommen, hieß es: Schnell die Formulare, darunter der Tagesplan und Stadtplan, abholen. Daraufhin hat uns eine Reinkarnation des russischen Dichters und Naturwissenschaftlers Michail Wassiljewitsch Lomonossow in Form von einer Lehrkraft der Martin-Luther-Schule empfangen. Nach einer herzlichen Begrüßung wurde es dann plötzlich ernst, denn umgehend nach dem Empfang waren die schriftlichen Prüfungen dran. Die sind der jeweiligen Stufe angepasst. Bei meiner z.B. musste man einen Brief an eine russische Austauschpartnerin mit je zwei Aktivitäten pro Wochentag schreiben. Die zweite Aufgabe war schlicht und einfach das Unterbeweisstellen des Textverständnisses anhand eines Textes, der von einer russischen Familie handelt. Dafür hatte man dann eine Stunde Zeit. Ich persönlich fand die Aufgaben durchaus machbar. Wenigstens gab es darauf eine kleine Pause zum Mittagessen in der Cafeteria der Schule. Danach folgte Warten. Warten. 4 Stunden schier endloses Warten auf die mündlichen Prüfungen, die in unserer Stufe als nächstes kamen. In dieser Zeit lernte ich freundliche Schüler aus anderen Teilen Hessens kennen. Immerhin hatten wir drei Gemeinsamkeiten, nämlich die russische Sprache, das Wohnen in Hessen und Goethe! Sie kamen nämlich aus der Goethe-Schule in Wetzlar. Nach jenem sehr langen Warten waren schließlich die mündlichen Prüfungen an der Reihe. Wir bekamen die banale Aufgabenstellung, alles über uns auf Russisch zu erzählen. Dazu bekamen wir einen Notizzettel und 4 Minuten Vorbereitungszeit. Zwei Lehrer hörten penibelst genau auf alles, was gesagt wurde. Im Anschluss bekamen wir, im Gegensatz zur schriftlichen Prüfung, schon unsere Punktzahl. Ich war mit meinen 18 von 20 Punkten ganz zufrieden. Als ich auf die Uhr sah, merkte ich, dass sich unsere Gruppe, bestehend aus Ann-Christin, mir, Joshua und Christine (beide aus der Goethe-Schule in Wetzlar), sich sputen musste, weil wir zur Stadt-Rallye aufbrechen mussten. Wir bekamen ein Aufgabenformular zu dieser Stadt-Rallye. Während dieser Rallye haben wir erst die wahre Schönheit Marburgs gesehen. Viele altertümliche, aber dennoch prachtvolle Gebäude, wie die Alte Universität oder die Elisabethkirche, aber auch der Auf- und Abstieg der Anhöhe in Marburg waren die Höhepunkte dieses kleineren Ausflugs.
Nach 2 Stunden mussten wir uns zurückbegeben. Kaum angekommen hieß es weiter zur Jugendherberge marschieren. Dort hatten wir Zeit uns auszuruhen und unser Abendmahl zu verzehren. Aber an diesem Tage bekamen wir keine Ruhe. Ein langer Marsch zu einer Diskothek stand an. Der Aufenthalt dort hat, mir zumindest, viel Spaß gemacht. Wieder in der Jugendherberge wurde der Tag endlich zu einem ruhigen Ausklang gebracht. Der nächste Tag war nicht ganz so voll bepackt. Nach dem Frühstück war es dann doch ein bisschen hektisch, weil wir in 30 Minuten alles zusammenpacken und dann zur Martin-Luther-Schule aufbrechen mussten, wir mussten uns nämlich für die Workshops einfinden. Im Vorhinein mussten die Stufen A1, A2 und die Fremdsprachenlerner Stufe I, II und III sich für einen von den folgenden vier Workshops entscheiden: Kunst-, Sing-, Step-Workshop oder Piroggen backen. Ich war im Kunstworkshop. Glücklicherweise hatte ich ein vertrautes Gesicht im Workshop, mit dem wir eine Führung durch die Elisabethkirche bekommen haben. Dies fand ich übrigens sehr interessant, besonders zur genaueren Gestal-tung und der Vorgeschichte. Wir mussten uns aber vor allem auf die Fenster konzentrieren, weil wir sie in der Schule abzeichnen sollten. Also brachen wir ein letztes Mal zur Schule auf. Beim Abzeichnen habe ich kläglich versagt, nur gut, dass unsere Leiterin so gütig war, mein ,,Kunstwerk‘‘ nicht auszustellen. Nach dem Mittagessen musste ich ein wenig Zeit totschlagen bis zur finalen Versammlung in der Aula der Schule. Nach dem Präsentieren der Resultate der Workshops wurde es ein letztes Mal ernst, weil die Preisverleihung nun folgte, und es fing gut an: Die Gewinner der Stadt-Rallye war die Gruppe aus Ela Sue, Thomas, Jeonghoon und Brigitte. Aber es sollte nicht viel schlechter werden: In der Kategorie der Fremdsprachenlerner II wurde Brigitte Zweit- und Ela Su Drittplatzierte. In der Kategorie FS III wurde ich Erstplatzierter und Ann-Christin Zweitplatzierte. In der Gruppe der Mutter-sprachler B1 wurde Daniel Zak Zweitplatzierter. Nach dieser für das Goethe-Gymnasium doch glorreichen Preisverleihung traten wir die Heimreise an. Dies war mein erster richtiger Wettbewerb auf individueller und kompetitiver Ebene, und ich bin überaus zufrieden. Die Highlights haben sich in den Tagen überschlagen, von der Stadt-Rallye über den Disko-Besuch bis zur Führung in der Elisabeth-kirche. Dazu war es eine schöne Erfahrung in Bezug auf den Wettbewerb. Ich habe es genossen anzutreten und mein Wissen gegen andere in Beweis zu stellen. Die Location war auch überaus interessant. Obwohl Marburg nur anderthalb Stunden mit dem Zug von Frankfurt entfernt ist, war ich noch nie dort. Marburg ist eine idyllische Stadt, mit allem was das Herz begehrt. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich in Marburg war. Schließlich hat es mich gefreut, neue Bekanntschaften zu machen und den Kontakt hoffentlich zu erhalten. Ich würde mich glück-lich schätzen, wenn ich ausgewählt werde das Goethe-Gymnasium auf Bundesebene zu vertreten und dieses Abenteuer als Version 2.0 neu zu erleben. Marko Lukovic
Die Russischolympiade hat mir sehr gut gefallen, da es eine gute Mischung aus Prüfung und Freizeit gab. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch im Hinblick auf die Olympiade, weil ich nicht wusste, was mich dort genau erwarten würde. Wir sind mit dem Zug in Marburg angekommen und zur Schule gelaufen, welche sehr schön ist. Dort wurden wir freundlich empfangen und uns wurde direkt ein Heft mit dem Ablauf gegeben. Alles war gut organisiert, was mir ein sicheres Gefühl gab. Ich habe direkt am morgen meine schriftliche Prüfung gehabt und dann am Nachmittag die mündliche. Es ist alles gut gelaufen und dann haben wir im Anschluss eine Stadtrallye gemacht. Dadurch haben wir Marburg etwas näher kennengelernt und ich mochte die Stadt sofort. Wir haben noch ein Mädchen und einen Jungen aus einer anderen Schule aus Hessen kennengelernt, mit denen wir dann durch die Stadt gelaufen sind. Nach der Stadtrallye sind wir in die Jugendherberge gegangen und haben gegessen. Das Essen in der knallgrünen Mensa der Schule und der Jugendherberge war gut. Abends sind wir alle zusammen in die Disco, wo wir getanzt haben. Der erste Tag war eine gute Mischung aus Arbeit und Spaß, ich fand es gut, dass wir auch genügend Freizeit hatten und somit hat der Spaß überwogen.
Am Freitag haben wir dann unseren Sing-Workshop gehabt und ich habe mit Brigitte und Ela Su gesungen. Der Workshop war leider nicht sehr gut und erfolgreich, weil die meisten Schüler ziemlich demotiviert waren und nur sehr leise gesungen haben. Nach dem Mittagessen bin ich mit meiner neuen Freundin hoch zum Marburger Schloss gelaufen. Wir haben die schöne Altstadt Marburgs genossen und sind dann wieder zur Abschlussfeier in die Schule zurückgekehrt. Dort wurden alle Workshops vorgestellt und es hat Spaß gemacht zuzuschauen. Im Anschluss haben wir noch die selbstgebackenen Piroggen gegessen. Die Siegerehrung war dann die Krönung, denn viele aus unserer Schule haben Preise gewonnen.
Auf der Russischolympiade waren sehr viele Muttersprachler und ich habe um mich herum eher Russisch als Deutsch gehört.
Insgesamt war es eine gute Abwechslung zur Schule und eine interessante Erfahrung.
Ann Christin Vietor, E1
Das Goethe-Gymnasium hat mit 5 Platzierungen von 7 mitgefahrenen Schülern eine sehr gute Leistung abgelegt.
Mir hat die Russisch-Olympiade großen Spaß gemacht. Es ist nicht nur ein purer Wettbewerb, sondern auch ein wenig wie ein Schulausflug. Jeder von uns hat neue Freundschaften geschlossen, aber wir haben auch sehr viel gelernt. Es war eine sehr schöne Erfahrung und wenn ich die Chance dazu hätte, würde ich es wiederholen.
Daniel Zak, E1
Vom 17. bis 18. November 2011 fand die 17. Hessische Russischolympiade in Marburg statt. Das Goethe-Gymnasium war mit sieben Schüler/innen vertreten
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